Haupt- & Epochenunterricht
Bis zum Ende der 8. Klasse werden die Schüler*innen täglich in den ersten zwei Schulstunden von derselben Persönlichkeit, nämlich ihrem/ihrer "Klassenlehrer*in" unterrichtet. Die Inhalte dieses sog. "Hauptunterrichts", also zum Beispiel Mathematik, Geschichte oder Deutsch, werden dabei in mehreren zusammenhängenden Wochen, den sog. "Epochen" vermittelt. Dadurch kann der Stoff jeweils über längere Zeit gründlich vertieft werden. An den morgendlichen Hauptunterricht schließt dann der Fachunterricht an, der von Spezialisten für bestimmte Fachgebiete gegeben wird und mit seinem 45-Minuten-Rhythmus der Struktur ähnelt, die man von staatlichen Schulen kennt. Ab der 9. Klasse wird der/die Klassenlehrer*in zwar auch in den ersten zwei Schulstunden von Fachlehrer*innen abgelöst, doch diese vermitteln den Stoff dann ihrerseits in zusammenhängenden Epochen.
Sprache & Begegnung
Das Kind betritt die Gesellschaft durch das Tor der Sprache. Indem es sich in die Sprache einlebt, lebt es den Gefühlen und Empfindungen seiner Mitmenschen nach, bildet es Weltbeziehung und Weltanschauung aus. Hier beginnt die Integration. Je tiefer es in die Sprache eintaucht, desto tiefer verbindet sich das Kind mit seine Mitmenschen, desto mehr überwindet es sein Einzeldasein und wird ein soziales Wesen. Die Waldorfpädagogik fördert diese natürliche Verbindung mit dem Genius der Sprache, indem sie in den ersten Jahren ganz bewusst das aktive Sprechen einer analytischen Betrachtung grammatikalischer Strukturen, die immer auch Distanz erzeugt, vorzieht. Erst später analysieren die Kinder dann verstandesmäßig, was sie sprachlich längst können.
Beispiele aus dem Unterricht:
Praktische Fächer
In der handwerklich-praktischen Tätigkeit lernen unsere Schüler*innen genaues, sachbezogenes Arbeiten, entwickeln ein praktisches Verständnis naturwissenschaftlicher Zusammenhänge und üben sich in der Ausdifferenzierung verschiedenster körperlicher Fähigkeiten. Dies ist zugleich wichtiger Bestandteil unseres Medienkonzepts, denn entgegen der landläufigen Meinung benötigen die Kinder heute keineswegs nur Übung im Umgang mit der digitalen Welt, sondern vor allem auch eine Verstärkung sinnlicher Erfahrungen in der realen Welt, um ein Gegengewicht zu schaffen und dem Rückbau rudimentärer menschlicher Fähigkeiten entgegenzuwirken.
Beispiele aus dem Unterricht:
Kunst und Kreativität
Der Lehrplan der Freien Waldorfschule ist bewusst nicht allein auf wissenschaftliche Betrachtung und Analyse ausgerichtet, sondern ebenso auf die Förderung von Gestaltungskräften und praktischen Fähigkeiten. Von Anfang an wird das Gestalterische mit besonderer Sorgfalt geübt.
Beispiele aus dem Unterricht:
Wissenschaftlich-kognitive Fächer
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Beispiele aus dem Unterricht:
Praxiserfahrung & Lebenswirklichkeit
Der Oberstufenunterricht zielt darauf ab, Jugendlichen bei ihrer selbständigen Auseinandersetzung mit der Welt zu helfen und ihre Urteilskraft zu stärken. Dazu gehören regelmäßige außerschulische Praktika, die den Schülern die Möglichkeit bieten, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich mit der Welt auseinanderzusetzen.
Beispiele aus dem Unterricht:
Und vieles mehr...
Interessant wäre, wenn nachvollziehbar wird, wie sich das Interkulturelle auch durch andere Fächer zieht. Z.b. Handarbeit, lernt man dort handwerkliches aus der arabischen Kultur? usw...