Interkulturelle Begegnung

Ob deutsch, türkisch, arabisch oder welcher „Hintergrund“ auch immer; ob Christ oder Muslim, weiß oder schwarz – in der Freien Interkulturellen Waldorfschule Berlin ist jeder Mensch willkommen und soll in all seinen Facetten wahrgenommen, erkannt und wertgeschätzt werden.

Die Vielfalt erleben

Die Freie Interkulturelle Waldorfschule Berlin ist offen für alle Kulturen, Religionen und soziale Schichten. Unterschiede im Selbst- und Weltverständnis werden keiner theoretischen Leitkultur untergeordnet, sondern sind herzlich willkommen. Ohne Notendruck bleiben unsere Schüler*innen von der 1. bis zur 12. Klasse als Klassengemeinschaft zusammen. In praktischen Fächern, auf Deutsch-, Türkisch- oder Arabisch, im multi-perspektivischen Fachunterricht lernen sie, ihr Selbstbewusstsein nicht auf äußere Zugehörigkeiten, sondern auf die eigene, freie Persönlichkeit zu gründen.

Verständigung in Freiheit

Verständigung erfordert individuelle Anstrengung und die Überwindung gewohnter Denkmuster. Dies kann nur jede(r) Einzelne selbst leisten. So wie die Bildung im Allgemeinen, so bedürfen auch Demokratie und soziales Miteinander des freien Willens selbständiger Individuen. Nicht die Norm, sondern das freiwerdende Ich ist das wahre Bindeglied zwischen den Kulturen. Ein friedliches Zusammenleben erfordert somit eine Erziehung zur Freiheit und eine Pädagogik, die dieses Ziel konsequent verfolgt.

Achtung der Weltreligionen

Die Freie Interkulturelle Waldorfschule Berlin erkennt die Berechtigung jeder Religionsgemeinschaft an und erlaubt den Angehörigen der jeweiligen Gemeinschaft so weit wie möglich, ihre kulturbedingten Gepflogenheiten auch im Schulalltag zu berücksichtigen. Die Schule selbst ergreift jedoch für keine der in ihr vertretenen Weltanschauungen Partei. Gegenüber den Kindern handhabt sie das Thema Religion von einem rein pädagogischen Gesichtspunkt. Somit ist die Schule als solche weder muslimisch, noch jüdisch, christlich, buddhistisch oder atheistisch. Sie ist vielmehr geprägt durch das, was die konkret in ihr wirkenden Menschen von-, an- und miteinander erkennen.

Freude an der Sprache

Die Freie Interkulturelle Waldorfschule Berlin unterrichtet ab der 1. Klasse Englisch, Türkisch und Arabisch als "Begegnungssprachen". Ab der 4. Klasse kommt für alle Kinder verbindlich Spanisch hinzu. Denn Spanisch und Arabisch zählen zu den fünf meistgesprochenen Sprachen der Welt und daher auch zu den sechs Amtssprachen der Vereinten Nationen. Türkisch wiederum ist die in Deutschland zweitmeist gesprochene Sprache nach Deutsch. Durch die Beherrschung zusätzlicher Sprachen wie Arabisch und Türkisch gewinnen unsere Schüler*innen wichtige Zusatzqualifikationen für die Arbeitswelt der Zukunft. Zugleich erhalten diejenigen Kinder, denen die deutsche Sprache noch Schwierigkeiten bereitet, zusätzlich „Deutsch als Vertiefungssprache“.