Schulorganismus

Wir sind eine Schule in freier Trägerschaft und streben die größtmögliche Unabhängigkeit von staatlichen oder sonstigen Einflüssen an, um die individuelle Schülerentwicklung zu fördern. Wir vertrauen auf die Solidarität und Initiativkräfte unserer Mitglieder sowie die Fachkompetenzen der Mitarbeiter. Unser Modell fördert die Gemeinschaft, ohne die individuelle Freiheit zu beeinträchtigen.

Eine freie und selbstverwaltete Schule

Träger ist die „Freie Interkulturelle Waldorfschule Berlin gUG (haftungsbeschränkt)“. Jeder pädagogische Mitarbeiter ist Gesellschafter. Wer nicht unmittelbar in der Schule tätig ist, kann auch nicht Gesellschafter des Trägers werden. So wird gewährleistet, dass die Verwaltung der Schule in der Hand der Menschen bleibt, die direkt am Kind sind. Das höchste Gremium ist die Gesellschafterversammlung, die mit den Erzieherkonferenzen zusammenfallen kann. Ein Fachbeirat berät das Kollegium in pädagogischen Fragen und ist vor konzeptionellen Änderungen zu hören. Der Elternbeirat trägt Sorge, dass die multikulturelle, soziale Ausrichtung der Schule gewahrt bleibt. Dabei gibt es keine demokratischen Abstimmungen, jedes Mitglied entscheidet, was im eigenen Fach- und Verantwortungsbereich geschieht.

Freie Lehrer

Die Freie Interkulturelle Waldorfschule Berlin sieht jedes Kind als einzigartiges Wesen und legt den Fokus auf individuelle Entfaltung, nicht auf eine gemeinsame Idee. Lehrer entscheiden basierend auf ihrem Verständnis der Schüler, welcher Stoff in welcher Form vermittelt wird. Das Programm der Schule spiegelt die realen Verhältnisse wider und wird kontinuierlich angepasst, um sicherzustellen, dass die pädagogischen Bedürfnisse erfüllt werden, ohne Lehrer zu zwingen, gegen ihre Einsicht zu handeln. Die pädagogischen Konferenzen dienen dem menschlichen Austausch, der Erkenntnis des individuellen Kindes und nicht der Entscheidungsfindung für pädagogische Maßnahmen. Fachentscheidungen liegen bei den entsprechenden Fachlehrern.

Elternmitarbeit und Initiativkräfte

Engagement und Tatkraft der Elternschaft in waldorfpädagogischen Einrichtungen werden von externen Beobachtern immer wieder mit Erstaunen und Hochachtung zur Kenntnis genommen. Bei näherer Betrachtung erscheinen diese aber gar nicht so verwunderlich, sondern als die konsequente Folge einer freiheitlichen und auf Vertrauen gegründeten menschlichen Gemeinschaft. Als Vereins- und Schulträger fühlen sich die Eltern wie die Mitarbeiter verantwortlich für ihre Schule – Freiheit verpflichtet. Und das hat wirtschaftliche Folgen: Ohne die vielfältige Mitarbeit der Eltern in der Selbstverwaltung, aber auch bei vielen praktischen Arbeiten, seien es die Pflege des Schulgeländes oder die kompetente Hilfe bei der Ausgestaltung und Renovierung von Gebäuden, in der Schulküche oder beim Martinsbazar, würden sich unsere Einrichtungen wirtschaftlich nicht tragen.

Solidargemeinschaft der Mitglieder

Eine freie Schule ist sie in genau dem Maß „frei“, in dem sie sich auf die freie Anerkennung der Menschen gründen kann, welche die Schule wirtschaftlich tragen. Deshalb will die Freie Interkulturelle Waldorfschule Berlin die für den eigenen Betrieb nötigen Mittel so wenig wie möglich aus dem allgemeinen Steueraufkommen, und so weit wie möglich aus der freien Zuwendung von Einzelpersonen ziehen. Mit jeder freiwilligen Zahlung verbindet sich nämlich ein menschlicher Wille, der diese konkrete Schule in ihrer Freiheitsgestalt auch meint.

Qualitätsmanagement lorem ipsum dolor

Die Freie Interkulturelle Waldorfschule Berlin betont die Bedeutung der individuellen Bewertung von Lehrern und der pädagogischen Qualität. Sie lehnt eine Trennung von Urteilsbildung und Umsetzung von Bildungsideen ab. Die Schule ermöglicht es Eltern und Kollegen, Lehrer persönlich zu bewerten und die Auswahl der Lehrer basiert auf deren tatsächlicher Leistung im Klassenzimmer. Es gibt keine generelle Definition, ob eine Waldorfschule gut ist oder nicht, sondern es wird empfohlen, die spezifische Schule und ihre Lehrer zu evaluieren. Die Lehrer sind bestrebt, ihre pädagogischen Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern und suchen Rat von Fachleuten. Dies führt zu einer ständigen Selbstreflexion und Bewertung der Unterrichtsqualität.

Die Schule in ihrem sozialen Umfeld

Die Freie Interkulturelle Waldorfschule Berlin sieht sich als unabhängige Einrichtung, die sich gegen Einflüsse von Parteien, Kulturvereinen oder Wirtschaftsverbänden wehrt. Sie betont, dass Lehrinhalte und -methoden nicht von politischer Agenda, Ideologien oder kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen geprägt werden sollten. Stattdessen orientieren sich die Lehrer an den individuellen Fähigkeiten der Schüler und den aktuellen Lebensumständen. Die Schule fördert den freien Austausch zwischen Lehrern und anderen Pädagogen zur kontinuierlichen Verbesserung der Bildungsqualität. Sie strebt nach finanzieller und moralischer Unterstützung aus ihrem Umfeld, beteiligt sich an öffentlichen Diskussionen über Bildung und soziale Fragen und unterstützt die berufliche Entwicklung ihrer Schüler.